Glossar

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Hochdruckverfahren

Was ist ein Hochdruckverfahren?

Das Hochdruckverfahren ist das älteste Druckverfahren. Bereits seit dem 8. Jahrhundert kommt dieser Stempeldruck zur Vervielfältigung von einzelnen Texten zum Einsatz. Die Revolution erfolgte mit Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert, als die Entwicklung der Druckpresse und einzelne Letter flexible Gestaltungsmöglichkeiten ermöglichten. Dadurch war es in kurzer Zeit möglich eine große Anzahl an Duplikaten zu erzeugen. 
Das Hochdruckverfahren beschreibt, wie der Wortteil "Hoch" bereits ausdrückt, die Vorgehensweise des Druckens. Die Druckplatten sind erhaben wie bspw. bei einem Stempel. Diese erhabenen Stellen werden mit Farbe versehen und auf den Druckträger gegeben. Das direkte Druckbild muss spiegelverkehrt auf die Druckform aufgebracht werden, um auf dem Papier richtig dargestellt zu werden. Ein konkretes Hochdruckverfahren ist der sogenannte Flexodruck.
Aufgrund der kostenintensiven Herstellung der Druckformen verwendet man heute eher den Offsetdruck oder Digitaldruck. 

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Woven

Was ist Woven?

Woven (gewoben) bezeichent in der Textilfertigung die Herstellungsart der verwendeten Materialien. Bei woven, also gewoben, werden Stoffe durch das Verweben (Verschlingen/Verkreuzen) durch Kettfäden und Schussfäden erzeugt. So haben schon früher die Zeugmacher (Tuchmacher) Tücher aus Schafswolle hergestellt. 

Je höher die Dichte der verwobenen Fäden ist, desto höher ist die Belastbarkeit dieser Stoffe. Beispiele sind hier Produkte aus Baumwollfasern.

Das Gegenteil hierzu ist "non-woven"(nicht gewoben). Bei nicht gewobenen Materialien werden diese gepresst und geschweißt um eine glatte Oberfläche zu erzeugen. 

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Bildrechte

Was sind Bildrechte?

Das Bildrecht ist das Recht des Urhebers an seinem Bild. Somit stehen dem Fotografen das ausschließliche Recht zu, das Bild zu vervielfältigen und zu verbreiten. Um ein Bild zu verwenden, benötigen Sie immer die Zustimmung des Urhebers, da dieser das Recht an dem Bild hat. Zudem ist es wichtig, dass Sie die Zustimmung der Personen zur Veröffentlichung einholen, die auf dem jeweiligen Bild abgebildet sind. Hierbei wird vom sogenannten Veröffentlichungsrecht gesprochen. Als dritte Komponente kommt hinzu, dass Verfremdungen und Entstellungen von Bildern und/oder den darauf zu sehenden Personen durch rechtliche Schritte abgewehrt werden können. Dem Urheber steht außerdem das Recht der Urhebernennung zu, welches die namentliche Nennung bei Dritten voraussetzt.

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Druckklischee

Was ist ein Druckklischee?

„Klischee“ leitet sich aus dem französischen Wort „cliché“ ab und lässt sich mit „nachahmen“ übersetzen. Die ersten Klischees entstanden bereits Anfang des 19. Jahrhunderts und waren stempelartige Druckformen, die vor allem für den Druck von Büchern und Zeitungen benötigt wurden. Als Schablone konnten sie beliebig oft verwendet werden. Heute nutzt man Klischees, um mit deren Hilfe im Hochdruckverfahren Farbe auf das Druckprodukt zu übertragen. Dabei kann das Klischee selbst aus Kupfer, Zink, Kunststoff oder im modernen Flexodruck aus Photopolymer bestehen.
Im Grunde funktioniert ein Klischee wie ein Stempel oder die Prägung. Das eigentliche Druckbild ist höher als die nicht zu bedruckenden Partien, die vor dem Auftragen der Farbe herausgeschnitten werden.
Klischeekosten entstehen immer für die Herstellung eines Klischees und richten sich je nach Größe, Komplexität und Anzahl der verwendeten Druckfarben. 

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Rasterweite

Was ist die Rasterweite?

Die Rasterweite ist ein Maß für die Feinheit eines Druckrasters (Größe der Rasterpunkte und Abstand der Punkte zueinander). Dieses wird in Linien pro cm (L/cm) oder lines per inch (lpi) angegeben. 
Raster werden verwendet, um Tonwertverläufe in Farbflächen oder Bildern wiederzugeben. Damit das Auge Farbverläufe als fließend wahrnimmt, sollte das Raster bei Bildern sehr fein gewählt werden. Im Gegensatz dazu stehen Großformatplakaten bei denen der der Abstand des Betrachter so groß ist, dass eine Rasterweite von 10 L/cm ausreichend ist. 

Die Rasterweite gibt also an, wie viele Druckpunkte pro Längeneinheit vorkommen. 
Als Beispiel ist die übliche Rasterweite im Offsetdruck ist 70 L/cm = 70er Raster genannt und bedeutet, dass das Bild in 70 x 70 waagrechte und senkrechte Rasterpunkte aufgeteilt wird. Beim Flexodruck liegt die übliche Rasterweite zwischen 18 und 54L/cm.

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Bio-Folie

Was ist Bio-Folie?

Als sinnvolle Alternative zur PE-Folie bieten sich Bio-basierte-Folien an. Der Begriff Bio-Folie gilt als Oberbegriff für Folien, welche nachhaltige und umweltfreundliche Eigenschaften inne tragen und/oder aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt werden. Diese bestehen aus 95% nachwachsenden Rohstoffen und 5 % Kunststoff. Die häufigsten nachwachsenden Rohstoffe sind Mais, Kartoffeln und Zuckerrohr.
Dadurch schonen Sie Ressourcen, reduzieren die schädlichen Auswirkungen auf unsere Umwelt und sind in der Entsorgung deutlich günstiger. 

Die Definition von Bio-Folie unterliegt der DIN Norm EN 13432. Diese besagt, in wieweit das Produkt kompostierbar sein muss. Das heißt: Durch biologische Zersetzungsprozesse durch Mikroorganismen muss die Folie in einem bestimmten Zeitraum in Kohlendioxid umgewandelt sein. Die Norm definiert jedoch nur die biologisch abbaubaren Folien. Unterschieden werden kann jedoch noch in die Kategorie der biobasierten Folien, welche anteilsmäßig aus 20-100% aus nachhaltigen Rohstoffen erzeugt werden. Hierbei unterliegt die Definition der ASTM D6866 Norm der USDA.

Unsere Bio-Folien sind glänzend, hochtransparent und bedruckbar. Sie sind im Food-Bereich genauso einsetzbar, wie im Non-Food-Bereich. 

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Bi-Color Folie

Was ist Bi-Color Folie?

Eine Bi-Color-Folie ist eine mehrschichtig gegossene PVC-Folie mit lösungsmittelbasiertem Klebstoff. Umgangssprachlich wird sie auch Dual Color Folie genannt. Dabei kommt die Folie dann zum Einsatz, wenn tagsüber eine bestimmte unbeleuchtete Farbwirkung und bei Dunkelheit eine andersfarbige hinterleuchtete Farbwirkung erzielt werden soll. Der Effekt wird dadurch erreicht, dass eine hinter der perforierten liegende Farbfolie nachts durch die Perforation leuchtet. Die Funktionsdauer beträgt je nach Einsatzgebiet ca. 7 Jahre. Verwendbar ist das Material explizit bei trockenen Verhältnissen. 

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Recyclingfolie

Was ist Recyclingfolie?

Recyclingfolie ist eine wiederaufbereitete Folie, die bis zu 95% aus recyceltem Material besteht. Der recycelte Stoff wird auch Rezyklat genannt und wird in Granulatform produziert. Zur Verwendung wird er eingeschmolzen und wird dann per Guss in die jeweilige Form gegossen. Die Folie ist unbegrenzt recyclingfähig und lebensmittelrechtlich unbedenklich.
Grundsätzlich stellt sie eine kostengünstige Alternative zu anderen nachhaltigen Produkten dar. Beachtet werden muss allerdings, dass das Material einen leichten Grauton besitzt. Recyclingfolien haben den Vorteil, dass diese im Gegensatz zu Papier ohne jeglichen Qualitätsminderungen recyclet werden kann. 
 

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Nylon

Was ist Nylon?

Nylon ist ein synthetisches Material aus Polymer, die als erste Faser überhaupt vollständig aus anorganischen Stoffen wie Luft, Wasser und Kohlenstoff hergestellt wurde.

Die entscheidenden Vorteile des Materials sind seine Haltbarkeit und Elastizität, zudem scheuert es nicht beim Tragen und ist daher beliebt als Stoff für Sportbekleidung, da es atmungsaktiv ist und Schweiß nicht in den Fasern aufnimmt, wie beispielsweise Baumwolle, sondern abgibt.

Durch seine Elastizität und zugleich Reißfestigkeit kommt es auch beipsielsweise bei Kletterseilen oder Fallschirmen zum Einsatz.

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PE Polyethylen

Was ist PE Polyethylen?

Bei Polyethylen handelt es sich um den am meisten verwendeten Kunststoff. Dieser teilkristalline, thermoplastische Kunststoff wird durch Polymerisation von Ethen hergestellt.

Aufgrund der unterschiedlichen Dichte unterscheidet man 4 Haupttypen: 
 

HDPE (High Density Polyethylene)

Schwach verzweigte Polimerketten (adj. [altgr.]: polymer: aus vielen Teilen aufgebaut) mit hoher Dichte. HDPE zeichnet sich durch hohe Reißfestigkeit und Stabilität aus.

MDPE (Medium Density Polyethylene)

Polyethylen mit mittlerer Dichte.

LDPE (Low Density Polyethylene)

Polyethylen mit niedriger Dichte. Das ist der am häufigsten für Taschen und Verpackungen eingesetzte Kunststoff. Er kommt beispielsweise bei Beschichtungen von Tetrapaks oder auch als Frischhaltefolie zum Einsatz.

LLDPE (Linear Low Density Polyethylene)

Lineares Plyethylen. DerUnterschied liegt an der molekularen Struktur, die nur kurze Verzweigungen aufweist.

PET - Polyethylenterephthalat

Ursprünglich wurde Polyethylenterephthalat nur für Fasern verwendet. Heute werden jedoch ca. ein Viertel der produzierten Menge für Verpackungen eingesetzt.  PET-Fasern werden mittlerweile auch aus recycelten PET-Flaschen hergestellt und der große Teil der in Deutschland produzierten Flaschen wird nach Gebrauch zu Polyesterfasern für Fleecestoffe recycelt.
 

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PP Polypropylen

Was ist PP Polypropylen?

Umgangssprachlich als „Plastik“ bezeichnet ist Polypropylen (PP) ein durch ein komplexes Herstellungsverfahren erzeugter Kunststoff, was bedeutet, dass er kein nachhaltiger und nachwachsender Rohstoff wie beispielsweise Bambus, Holz oder auch Baumwolle ist. 
Dadurch, dass PP keine schädlichen Weichmacher enthält, geruchslos, hautverträglich, wasserabweisend  und dazu noch die leichteste handelsübliche Faser ist, kommt es oft bei Sporttextilien zum Einsatz.
Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Plastikarten ist auch, dass es vergleichsweise gut recycelbar ist. 
 

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non-woven (Taschen)

Was ist non-woven (Taschen)?

Ein non-woven-Vlies kann aus Kunstfasern, wie Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylen (PE) etc. oder auch Naturfaser-Stoffen, wie bspw. Fellen unterschiedlicher Art hergestellt werden. 

Der Unterschied zwischen "non-woven" und "woven" liegt an der Wortherkunft. English: "nicht gewoben"/"gewoben".

Dabei wird das Vlies nicht gewebt, sondern gepresst und verschweißt, wodurch sich eine glatte Oberfläche mit kleinen Vertiefungen ergibt. Je nach Material kommen verschiedene Bindemittel zum Einsatz.
Die Grammatur ist auch bei non-woven entscheidend für die Qualität, Haltbarkeit und die Tragfähigkeit der Tasche. Im Vergleich zur Baumwolle haben Produkte aus "non-woven"-Materialien den Vorteil, dass sie nicht gewaschen werden müssen.
Der sehr günstige Preis hat allerdings auch einen Nachteil: Ein Fotodruck ist leider nicht umsetzbar. 

Das sicherlich bekannteste "non-woven" ist Filz.
 

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Fairtrade-Baumwolle

Was ist Fairtrade-Baumwolle?

Das Siegel „Fairtrade certified cotton“ garantiert, dass die Bauern einen Mindestpreis für ihre Baumwolle erhalten, der ihnen ein Auskommen ermöglicht und, dass die Kinder auf dem Land die Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen. Hierbei wird auf eine langfristige Partnerschaft mit vornehmlich Kleinbauern Wert gelegt. Zwar ist Fairtrade kein Bio-Siegel, es fördert jedoch ökologischen Landbau, was beispielsweise durch das Verbot von genverändertem Saatgut oder den eingeschränkten Einsatz von Dünger und Pestiziden verfolgt wird.
Alle Produktionsschritte der Baumwolle müssen direkt rückverfolgbar sein. Um zur Gewährleistung der genannten Parameter beitragen zu können, findet im Schnitt einmal pro Jahr ein Überwachungsaudit durch die in Bonn ansässige FLO-CERT, einer unabhängigen Zertifizierungsstelle, durchgeführt.
 

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Bio-Baumwolle

Was ist Bio-Baumwolle?

Die Baumwollfaser gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der Textilindustrie. Etwa die Hälfte aller Textilen bestehen aus Baumwolle. Allerdings werden bei der Produktion und Verarbeitung des Rohstoffes gefährliche Giftstoffe eingesetzt, die sowohl für die Umwelt als auch die am Produktionsprozess Beteiligten gefährlich sind. Daher setzen wir auf Bio-Baumwolle! Im Gegensatz zur Bambus-Viskose besitzt die Baumwolle eine faserartige Struktur. Bio-Baumwolle verbraucht deutlich weniger Wasser, benötigt keine chemischen Pestizide, produziert seine eigenen Samen, stammt oftmals von Kleinbauern und nicht zuletzt ist sie schonender zu Haut als synthetische Stoffe wie zum Beispiel Nylon
 

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Bambus-Viscose

Was ist Bambus-Viskose?

Die Bambus-Viskose ist eine aus Bambus erzeugte Synthetikfaser, aus der gestrickte oder gewebte Stoffe hergestellt werden. Im Gegensatz zur Baumwolle verfügt Bambus-Viskose über keine faserartige Struktur und muss vor der Verarbeitung aufgespalten werden. 
Stoffe aus diesem Material überzeugen besonders durch ihren hohen Tragekomfort und ihre angenehme Weichheit. Eine hohe Atmungsaktivität sowie die temperaturausgleichende Wirkung sorgen für weniger Hautirritationen im Vergleich zu gewöhnlichen Fasern.

Bambus-Viskose oder aus anderen Fasern hergetellte Viskose gilt trotz ihres natürlichen Ursprungs nicht mehr als Naturfaser und darf diese Bezeichnung auch nicht tragen.
 

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Canvas

Was ist Canvas?

Canvas wird aus Naturfasen wie Baumwolle, Hanf, Leinen oder auch mit Kunstfasern, wie Polyester, gemischt und hergestellt. 
Dabei entsteht ein sehr robustes, naturweißes Gewebe, das für seine raue, leicht strukturierte Oberfläche bekannt ist. Es besticht durch seine brillante Farbwiedergabe und ein detailgetreues Druckergebnis, wodurch es sich hervorragend als Bildträger eignet. Im Gegensatz zu Cretonne ist Canvas feiner gewebt und ist so steifer als der Klassiker unter den Baumwollgeweben.
 

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Cretonne

Was ist Cretonne?

Unter Cretonne versteht man ein leichtes Baumwollgewebe mit stumpfer Optik und relativ festem Griff in Leinwandbindung (eine der Grundbindungen beim Weben). Im Vergleich zum Baumwoll-Canvas ist Cretonne grobmaschiger gewebt und nicht so steif. Dies sorgt für Robustheit bei den Produkten aus Cretonne.
Egal ob gebleicht, bedruckt oder gefärbt; Cretonne ist vielseitig einsetzbar, wie zum Beispiel als Sofa- oder Stuhlbezug oder auch als Vorhang. 

Cretonne ist durch seine Leinwandbindung beidseitig einsetzbar, da es durch die gleichmäßige Anordnung der Fasern keine Vorder- oder Rückseite hat.

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Prägung

Was ist eine Prägung?

Prägen bedeutet unter Zuhilfenahme von Druck, Temperatur und Zeit die partielle oder flächige profilartige Umformung einer Materialoberfläche. 
Mit Hilfe eines Prägestempels werden Elemente hervorgehoben oder vertieft. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, welches ohne jegliche Farben oder Folien auskommt. 
Besonders geeignet ist das Prägen beispielweise bei Urkunden, um diese fälschungssicherer zu machen. 
 

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Partielle UV-Lackierung

Was ist eine partielle UV-Lackierung?

Im Allgemeinen spricht man bei der partiellen UV-Lackierung auch von einer Spotlackierung. Für eine besondere visuelle Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Stelle innerhalb der Druckfläche sorgt eine partielle UV-Lackierung. Damit lassen sich die wichtigsten Elemente des Druckproduktes (z. B. Logo oder Firmenname) durch eine hauchdünne Schicht UV-Lack hervorheben, da das Licht an diesen Stellen besonders reflektiert und auch haptisch, ähnlich der Glanzfolie, für einen besonderen Effekt sorgt.

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Thermo-Kaschierung

Was ist Thermo-Kaschierung?

Grundsätzlich ist der Ablauf der Thermokaschierung gleich der Nasskaschierung.
Allerdings entfällt die Erwärmung im Trockenturm, da sich der Klebstoff bereits auf der Folie befindet. Die Folie wird abgerollt und läuft über eine erhitze Walze, so dass der Klebstoff aufgeschmolzen und direkt auf den Bedruckstoff kaschiert werden kann. Durch Druck wird dann die Folie mit dem Papier verbunden. Die Papierbögen können auch nur streifenweise kaschiert werden. 
Zu beachten ist allerdings, dass die Produktvielfalt beim Thermokaschieren eingeschränkt ist, da die hohen Temperaturen Einfluss auf die Druckfarbe haben können. 
Das Gleiche gilt auch für das Laminieren

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Nasskaschierung

Was ist Nasskaschierung?

Bei einer Nasskaschierung wird über eine Walze flüssiger Klebstoff vollflächig auf die Folie aufgetragen. Die benetzte Folie wird dann über beheizte Stahlwalzen getrocknet und der Klebstoff erhält seine notwendige Viskosität und kann später die gewünschte Verbindung mit der Oberfläche eingehen. Als nächstes erfolgt die Kaschierung auf dem Druckbogen. Mittels einer Druckwalze wird die Folie auf den Bogen gepresst. Der Druck ermöglicht einen besseren Kontakt zwischen den beiden Materialien und eventuell gebildete Luftbläschen können entweichen. 
Dieses Verfahren biete eine gute Verbindung durch flüssigen Kleber und ist relativ günstig. 

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Kaschierung

Was ist eine Kaschierung?

Bei einer Kaschierung werden mehrere Lagen gleicher oder verschiedener Materialien miteinander verbunden. Dabei verleiht es dem Druckerzeugnis eine höhere Festigkeit. Dies geschieht in der Regel mit einer sehr dünnen Kunststofffolie aus Polypropylen, PVC, Polyester oder Acetat, die vollflächig auf den Druckbogen aufgetragen wird. Dieses Verfahren wird auch als Folienkaschierung bezeichnet und schützt unter anderem Kataloge und Briefumschläge vor Abnutzung. 

Ein weiterer Effekt ist, dass durch diese Form der Veredelung auch die wahrgenommene Wertigkeit steigt, weshalb es auch gerne bei Visitenkarten oder Flyern eingesetzt wird. Durch die Folien-Kaschierung hat man zusätzlich den Effekt einer erhöhten Farbbrillanz und Haltbarkeit oder aber auch den handschmeichelnden Soft-Touch-Effekt.

Beim Laminieren wird die grundlegende Oberflächenstruktur durch die höhere Folienstärke als beim Kaschieren stärker verändert, so dass die Bildqualität, bzw. die Druckqualität, beim kaschieren besser erhalten bleibt als beim artverwandten Laminieren. 

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Soft-Touch-Folie

Was ist Soft-Touch-Folie?

Soft-Touch-Folie ist eine Form der sogenannten Kaschierung. Dies ist ein Veredelungsverfahren, bei dem eine Folie auf den Druckbogen vollflächig aufgetragen wird.

Eine besondere Form davon ist die Soft-Touch-Folie.

Mit einer Soft-Touch-Folie lassen sich Druckprodukte im Offsetdruck für ganz besondere Anlässe veredeln. Die spezielle Oberflächenbeschaffenheit lässt das Produkt besonders weich und samtig, wie bei einer Pfirsichoberfläche, erscheinen. Soft-Touch-Folie wird gerne bei Visitenkarten, Flyer oder auch Speisekarten eingesetzt. Durch die besondere Haptik entsteht ein sehr hochwertiger Eindruck des Produkts, das man gerne anfasst. In Kombination mit einer partiellem UV-Lackierung erhöht sich die Optik und Wertigkeit noch einmal deutlich.
 

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Mattfolie

Was ist Mattfolie?

Die Besonderheit einer Mattfolie ist die samtartige und nur schwach reflektierende Oberfläche und die veränderte Haptik – das Druckprodukt hat eine spürbar weichere Oberfläche
Außerdem wirkt es besonders edel, da die geringere Lichtreflexion einen wärmenden Effekt erzeugt. 
Mattfolie ist besonders für Flyer, Visitenkarten und Broschüren ein Hingucker, da die eingeschränkte Reflektion für eine gute Lesbarkeit der Schrift sorgt.
Auf Wunsch lassen sich die Produkte in einem zweiten Schritt zusätzlich mit einem anderen Lack bearbeiten, um partielle Hervorhebungen zu erreichen. 

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FSC

Was ist FSC?

Die Abkürzung steht für Forest Stewardship Council. Dabei handelt es sich um eine internationale Non-Profit-Organisation, die bereits 1993 in Bonn gegründet wurde. Anlass war der Umweltgipfel 1993 in Rio De Janero.
FSC ist ein Zertifizierungssystem für eine weltweit nachhaltigere Waldwirtschaft. Die Vergabe eines FSC-Zertifikates erfolgt dabei nicht von der Organisation selbst, sondern von Prüfinstanzen, die von FSC autorisiert sind. 
Weltweit sind ca. 200 Millionen Hektar Wald FSC-zertifiziert. Dabei liegen der Fokus auf der Mehrung von Mischwäldern und der Erhöhung der Verantwortung gegenüber der Umwelt und des Miteinanders der an der Waldwirtschaft beteiligten Parteien. Das heißt, die Rücksichtnahme und Schutz der Arten und Ökosysteme sowie eine faire Entlohnung für die Menschen, die im Wald arbeiten. Unternehmen, welche sich durch den FSC-Standard zertifizieren, stellen neben dem zusätzlichen Mehrwert für die hauseigenen Produkte her und geben ihren Kunden die Möglichkeit, sich am Schutz der Natur und einer ausgewogenen ökonomischen Haltbarkeit zu beteiligen

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Druckfläche

Was ist eine Druckfläche?

Die Druckfläche ist die Fläche, die mit Farbe abgedeckt wird. Dabei können bei einer Tasche z. B. die Vorder- und Rückseite, die Seiten als auch der Taschenboden bedruckt werden.. 
Die maximale Druckfläche hängt natürlich von der gewünschten Taschengröße ab. Je nachdem ob Sie einen Papierbeutel oder einen Canvas Seesack bedrucken möchten, variiert die Druckfläche naturgemäß. 

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Veredelung

Was ist Veredelung?

Eine Veredelung von Drucken bezeichnet die Veränderung der Oberfläche durch eine zusätzliche Beschichtung (Kaschierung) oder auch Lackierung, Laser, Laser Cut oder Beflockung. Dadurch können besondere, optische, sowie haptische Effekte, wie Glanz durch die Bearbeitung mit Glanzfolie oder Struktur, erzeugt werden. Des Weiteren dient eine Veredelung auch dem Schutz, z. B. vor Kratzern und sorgt ggf. für eine längere Haltbarkeit. Dies gilt insbesondere für die Kaschierung.

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Flexodruck

Was ist Flexodruck?

Flexodruck ist mittlerweile das weltweit dominierende Verpackungsdruckverfahren. Dabei gehört es zu den direkten Hochdruckverfahren. Direkt bedeutet dabei, dass die Farbe direkt auf den Druckträger gedruckt wird. Hochdruckverfahren bedeutet, dass die druckenden Teile erhaben sind und nur die hochstehenden Linien oder Flächen abgedruckt werden. Die Druckplatten selbst bestehen beim Flexodruck aus "flexiblen" Materialien wie bspw. Gummi oder Fotopolymer. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass es vielseitig einsetzbar ist und auch Materialien bedruckt werden können, die andere Verfahren nicht verarbeiten können. Oftmals wird der Flexodruck mit dem Offset-Druck verglichen. Dieser unterscheidet sich jedoch grundlegend vom Flexodruck, da er im Bereich des Flachdruckverfahrens angesiedelt ist.

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Siebdruck

Was ist Siebdruck?

Beim Siebdruck handelt es sich um ein Druckverfahren mit Hilfe von Schablonen. Die Schablonen werden, je nach Gebrauchsart, aus Polyester, Nylon oder sogar aus Stahlgewebe gefertigt, Damit können auch sehr detaillierte Grafiken gedruckt werden, da die Druckfarbe mit Hilfe einer Gummirakel durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf das entsprechende Material, wie Papier, über Holz, Glas, Metall u. v. m., gedruckt wird. Dort, wo nichts gedruckt werden soll, macht eine Schablone das Material farbundurchlässig.
Allerdings ist die Druckgeschwindigkeit im Vergleich zu anderen Verfahren eher gering.

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Offset-Druck

Was ist Offset-Druck?

Offsetdruck – „set off“ = absetzen, „offset“ = abgesetzt im Sinne von übertragen.

Bei diesem indirekten Flachdruckverfahren berühren sich Druckplatte und Druckträger nicht. Die Farbe wird erst auf einen Gummituchzylinder und dann auf das zu bedruckende Objekt (Papier, Kunststoff, Glas, Blech, u. v. m.) übertragen. 
Dabei beruht die Funktionsweise des Offsetdrucks auf dem Prinzip, dass sich Fett und Wasser gegenseitig abstoßen. So wird beim Druckvorgang die Druckplatte befeuchtet, um die wasserfreundlichen Teile zu benetzen und die Farbe abzustoßen. Die fettfreundlichen Teile nehmen die Farbe jedoch an. Im Vergleich zum Hochdruckverfahren liegen die zu druckenden und die nicht zu druckenden Bereiche nahezu auf einer Ebene. Der Offset-Druck ist fähig, die Druckfläche mit bis zu 70 Linien pro Zentimeter zu bedrucken, während der Flexodruck nur 18 bis 54 Linien pro Zentimeter auftragen kann. Dies verspricht ein detaillierteres Druckbild, je näher man das bedruckte Objekt betrachtet.
Beim Offsetdruck wird das Druckbild beliebig oft von einer Druckplatte vervielfältigt. Dabei wird mit dem CMYK-Standard Farben gearbeitet. 

Aufgrund des indirekten Verfahrens kommt eine Vielzahl an Bedruckstoffen zum Einsatz, wie Papier, Keramik, Blech, Folie, Glas, etc. Der Anteil des Offsetdrucks beträgt heute ca. 70% des weltweiten Druckvolumens. 

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Schutzlack

Was ist Schutzlack?

Bei einem Schutzlack auf Druckprodukten handelt es sich um eine farblose Lackschicht (matt oder glänzend), die mit Hilfe einer normalen Druckmaschine aufgebracht wird. 
Dadurch erhöhen sich die Abriebfestigkeit sowie der Glanz des Produktes. Heute arbeitet man hauptsächlich mit Dispersionslack auf Wasserbasis. 
Wir bieten Lackierungen in den unterschiedlichsten Ausprägungen:

  • Siebdruck UV-Lack (bis zu 98 Glanzpunkte) 
    Mittels Lackauftrag per Sieb entsteht ein sehr hoher Glanz.  Nachteil ist allerdings, dass die Oberfläche nicht ganz unempfindlich ist. 
  • Offset-UV-Lack (bis zu 90 Glanzpunkte) 
    Dieser Lack eignet sich bestens für hohe Auflagen sowie Folien und Verpackungen. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Elastizität sowie ein hoher Glanz / Matt-Effekt. 
  • Dispersionslack matt (10-15 Glanzpunkte, glänzend bis zu 85 Glanzpunkte) 
    Dies ist die Standardlackierung in der Offsetproduktion mit hohem Glanz- bzw. Matt-Effekt.
  • Drip-Off-Lack, Differenz Glanz/Matt 
    Dieser Lack wird verwendet, wenn man einen Kontrast zwischen glänzenden und matten Stellen schaffen möchte. Es werden zwei Lackarten kombiniert, um den Effekt zu erzielen, dass der Lack ablaufen bzw. abtropfen (dripp-off) würde.  
  • Relieflack 
    Da dieser Lack aus den Blindenschriftanwendungen entwickelt wurde, bietet er eine dritte Dimension für das Druckprodukt – eine dicke, fühlbare Oberflächenstruktur.  

 Besonders auf Naturpapieren ist der Effekt wirkungsvoll.
 

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Glanzfolie

Was ist Glanzfolie?

Mit Hilfe einer Glanzfolie bekommt das Druckprodukt mehr Brillanz. Besonders bei hellen Druckfarben entfaltet sie ihren einzigartigen Effekt, welcher durch die extreme Reflexion der Folie hervorgerufen wird und die Leuchtkraft der Farben steigert. Dabei wird mit Hilfe einer Folien-Kaschieranlage die Folie (Glanzfolie, Mattfolie, Effektfolie etc.) mit dem  Druckprodukt verbunden. Dabei unterscheidet man die Nasskaschierung und die Thermo-Kaschierung. Idealerweise ist das Druckprodukt aus gestrichenem Papier mit einem Gewicht zwischen 80 und 100 Gramm.  

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Laminieren

Was ist Laminieren?

Oft wird das Laminieren mit der Folienkaschierung gleichgesetzt. Allerdings wird beim Laminieren die Folie beidseitig auf den Bedruckstoff aufgebracht. Mit Hilfe von Druck und Wärme werden wie bei der Thermokaschierung die beidseitig aufgebrachten Folien miteinander verschmolzen. Besonders das dauerhafte Schützen vor Verschmutzung und Feuchtigkeit ist für Produkte interessant, die oft genutzt werden und bei denen die Gefahr des Feuchtigkeitseintritts, wie etwa bei Stadtplänen oder Speisekarten, hoch ist. 
Zusätzlich besteht ein Unterschied in der Dicke der aufgebrachten Folie. Beim Laminieren wird eher eine dickere Folie verwendet, beim Kaschieren ist die Folie möglichst dünn, um die Oberflächenstruktur zu erhalten. 

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Druckraster

Was ist ein Druckraster?

Die meisten Druckverfahren können beim Druck selbst entweder an eine bestimmte Stelle drucken oder nicht.
Dabei arbeiten sie mit dem CMYK-Farbsystem. Dadurch ist es nicht möglich Helligkeitsabstufungen durch reduzierte Farbmengen zu erzeugen. Auch das Mischen von Farben, wie etwa in der Malerei, ist nicht möglich. 

Um auf Druckprodukten eine Farbe heller oder dunkler erscheinen zu lassen, wird jeder Bildpunkt (Pixel) durch mehrere Druckpunkte (dots) dargestellt. Dabei wird bewusst ein errechneter Freiraum (Rasterweite) zwischen den Farbpunkten (Rasterfrequenz) gelassen, so dass das Auge in Summe einen Mischton erkennt. 
Diese Druckpunkte sind in einer festen Gitterstruktur angeordnet – dem Druckraster.

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Druckvorstufe

Was ist die Druckvorstufe?

Druckvorstufe, Prepress oder Reproduktionstechnik bezeichnen alle denselben Teilprozess des Druckwesens. Ein Teil der Druckvorstufe ist auch das Druckraster, bei dem die Aufrasterung von Halbtonbildern wie Farbtönen und Graustufen ermöglicht wird.
Wie der Begriff „Druckvorstufe“ vermuten lässt, handelt es sich um alle Prozesse, die vor dem eigentlichen Druck passieren. Dazu gehören z.B. die Datenaufbereitung, Bildbearbeitung, Scanarbeiten, Layouterstellung, etc. der unterschiedlichen Beteiligten, wie Kunde, Agentur, Verlag.

Das Ziel ist es Texte, Bilder und Grafiken zu Druckvorlagen zusammenzuführen und für den Druck vorzubereiten. Heute überwiegend in Form eines PDFs. 
 

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C
CMYK

Wofür steht CMYK?

CMYK steht für ein weit verbreitetes Farbsystem für den Offset-, Digital-, oder Tintenstrahldruck. Es besteht aus den Grundfarben Cyan (Blau), Magenta, Yellow (Gelb) und Key (Schwarz, zur Erhöhung des Kontrastes), die durch Rasterung aufgebracht werden. Dabei handelt es sich um die technische Grundlage des Vierfarbdrucks. Mischt man die Grundfarben entstehen nahezu alle möglichen Farbnuancen. Daher werden CMYK-Farben auch als Prozessfarben bezeichnet. Allerdings erhält man durch die Mischung der drei Farben kein reines Schwarz, so dass man Schwarz zum reinen Schwarzdruck hinzugefügt hat. Druck von Bildmotiven nach Euroscala. 

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E
Euroscala

Was ist Euroscala?

Der industrielle Farbdruck mit CMYK-Farben (Vierfarbdruck) wird auch Druck nach Euroscala bezeichnet, da sich der Druck farblich an einer früheren Europascala orientierte. Der Begriff wird heute umgangssprachlich für den europäischen Offsetdruck verwendet. 

Die für den Vierfarbdruck ausgelegte Scala setzt sich aus den Druckfarben C,M,Y,K zusammen und bestimmt den Farbton, die Sättigung sowie die Druckreihenfolge. Die Euroscala dient als Referenz um Farben überprüfen zu können und fußt auf der ISO-Norm, die für Farbhersteller die Farbeigenschaften normiert (ISO 2846).

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P
Pantone Matching System

Wöfür steht Pantone Matching System?

Im Gegensatz zum Vierfarbdruck beruht das Pantone Matching System auf reinen Farben, die als Vollton gedruckt werden. Das Pantone Matching System ist bereits seit 1963 auf dem Markt und dient der Systematisierung von Farben und Pigmenten. Die Farbfächer unterstützen Designer bei der Bestimmung und Realisierung bestimmter Farben. 
Grundlage bilden 18 Basisfarben, die  miteinander vermischt werden und so 2161 weitere Farben ergeben. Jede Farbe hat eine individuelle Nummer und lässt sich so eindeutig identifizieren. 
Weiter gibt Pantone Auskunft über den Bedruckstoff, da dieser die Wirkung der Farbe beeinflusst. Wurden früher die Farben nur auf Papiersorten abegbildet, sind sie heute auch auf textilen Materialien zu finden. Weltweit ist es das meistgenutzte System in der Design- und Druckbranche.

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Reine Farben

Was sind reine Farben?

Eine reine Farbe ist eine Farbe, die nicht durch Mischung mit anderen Farben entsteht, sondern unvermischt gedruckt wird. Reine Farben sind also der Ursprung für alle anderen Farben und gelten somit als psychologische Grundfarben. Als reine Farben werden rot, grün, blau und gelb gesehen, wobei die Definition von Person zu Person variiert. Reine Farben besitzen die sogenannte Eigenhelligkeit und haben auch die größte Sättigung im Farbkreis.